Geht es Ihnen aktuell schlecht oder sind Sie schon seit längerer Zeit psychisch erkrankt? Wir nehmen uns Zeit für Sie. Psychische Krisen verlaufen in ihren nach außen sichtbaren Symptomen, wenn man sie als Depression, Psychose, affektive Erkrankung, Zwangsstörung, Angsterkrankung oder Suchterkrankung bezeichnet, sehr ähnlich. Ein standardisiertes Behandlungsschema in der Behandlung gibt es jedoch nicht. Bei uns stehen Sie als Patient im Vordergrund. Wir nehmen uns die Zeit, einen auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan zu erstellen. Dabei legen wir viel Wert auf einen individuellen störungsspezifischen Ansatz. Ganz an Ihre eigenen Bedürfnisse orientiert, nutzen wir dazu systemische, verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische oder auch übergreifende Therapieverfahren (Nicht Sie sollen sich an uns anpassen, sondern wir passen uns Ihnen an). Diese Methoden werden bei uns gezielt und entsprechend der wissenschaftlich orientierten Standards eingesetzt.
Detaillierte Informationen und Videos finden Sie in den Beschreibungen der einzelnen Therapiebereiche.
Am Beispiel einer Depression: Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerden äußern kann. Eine anhaltende gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen, sind mögliche Anzeichen einer Depression. Die Mehrheit der Betroffenen hegt früher oder später Suizidgedanken, 10 bis 15% aller Patienten mit wiederkehrenden schwer ausgeprägten depressiven Phasen sterben durch Suizid.
In Deutschland leiden schätzungsweise 5% der Bevölkerung, d.h. etwa 4 Millionen Menschen, aktuell an einer Depression. Pro Jahr erkranken etwa 1 bis 2 Personen von 100 neu. Depressive Episoden kommen in jedem Lebensalter vor, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Nach aktuellen Studien erkranken aber viele Patienten erstmals schon vor dem 30. Lebensjahr. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, beträgt zwischen 7 und 18 %. Frauen sind etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen. Viele der Betroffenen suchen allerdings keinen Arzt auf, sei es aus Unwissenheit, Verdrängung oder aus Schamgefühl. Häufig werden aber auch Depressionen aufgrund ihres vielfältigen Erscheinungsbildes vom Hausarzt nicht erkannt. Es gehört neben medizinischem Fachwissen viel psychiatrische Erfahrung dazu, um eine Depression schnell und sicher zu diagnostizieren.
Wird einmal die richtige Diagnose gestellt, ist die Lage alles andere als aussichtslos. In den letzten Jahrzehnten hat sich hinsichtlich der Therapie einiges getan und mehr als 80 % der Erkrankten kann dauerhaft und erfolgreich geholfen werden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass die Allgemeinbevölkerung für dieses Thema sensibilisiert und aufgeklärt wird: Denn eine Depression kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status.
Von unipolarer Depression spricht man, wenn depressive Phasen, jedoch keine manischen Phasen auftreten. Treten außer den Symptomen der Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Interesselosigkeit auch Phasen grundloser, übermäßig gehobener und distanzloser Stimmung (Manie) auf, liegt eine so genannte bipolare Störung vor. Bei ca. 20 % der Patienten mit Depressionen verläuft die Erkrankung bipolar. In den letzten Jahren fanden sich Hinweise darauf, dass bipolare Störungen mit leichteren maniformen Symptomen noch häufiger sind und nicht selten unerkannt bleiben. Die reine Manie ohne depressive Phase ist mit etwa 5 % sehr selten.
Beide Erkrankungen gehören zum Formenkreis der affektiven Störungen. Eigentlich wäre die Bezeichnung Stimmungsstörungen anstelle von affektiven Störungen präziser, da es sich um eine Störung der Grundgestimmtheit und weniger um eine Störung der Affektivität (Gefühlsaufwallung in emotionalen Ausnahmesituationen) im eigentlichen Sinne handelt.
Am Beispiel einer posttraumatische Belastungsstörung: Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt als eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes auf. Die Erlebnisse (Traumata) können von längerer oder kürzerer Dauer sein, wie z.B. schwere Unfälle, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen, wobei die Betroffenen dabei Gefühle wie Angst und Schutzlosigkeit erleben und in Ermangelung ihrer subjektiven Bewältigungsmöglichkeiten Hilflosigkeit und Kontrollverlust empfinden.
Typisch für die PTBS sind die sogenannten Symptome des Wiedererlebens, die sich den Betroffenen tagsüber in Form von Erinnerungen an das Trauma, Tagträumen oder Flashbacks, nachts in Angstträumen aufdrängen. Gewissermaßen das Gegenstück dazu sind die Vermeidungssymptome, die meistens parallel zu den Symptomen des Wiedererlebens auftreten: emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und anderen Menschen gegenüber, aktive Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Manchmal können wichtige Aspekte des traumatischen Erlebnisses nicht mehr (vollständig) erinnert werden. Häufig kommt ein Zustand vegetativer Übererregtheit dazu, der sich in Form von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Wachsamkeit oder ausgeprägter Schreckhaftigkeit manifestieren kann.
Die Störung entsteht als eine mögliche Folge auf das traumatische Ereignis. Solche auslösenden Erlebnisse können nahezu jeden Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen, worin ein Unterschied zur Anpassungsstörung besteht, die durch Belastungsfaktoren jeglichen Schweregrades ausgelöst werden kann. Auch durch eine sekundäre Belastung, die durch traumatische Ereignisse verursacht wurde, die andere (z.B. nahe Angehörige) durchlebt haben, können Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung hervorrufen werden. Der neurobiologische Prozess, der bei einer PTBS im Gehirn abläuft, ist bislang nicht hinreichend erforscht.
Über die Hälfte aller Menschen werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert. Die Wahrscheinlichkeit, im Anschluss an ein traumatisches Erlebnis an einer PTBS zu erkranken, ist unter anderem abhängig von der Art des Traumas. Grundsätzlich ist das Risiko bei durch Menschen hervorgerufenen Traumatisierungen besonders hoch: Nach Vergewaltigung, anderen Gewaltverbrechen und Kriegstraumata erkranken bis zu einem Drittel der Betroffenen an einer PTBS. Naturkatastrophen, Brände, Chemie- oder Verkehrsunfälle und akute körperliche Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Krebserkrankung) können ebenfalls eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen, das relative Risiko liegt in solchen Fällen jedoch deutlich niedriger. Über alle Trauma-Arten gemittelt, erkranken etwa 10% aller von einem Trauma Betroffenen an einer PTBS. Die Lebenszeitprävalenz, d.h. die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln, liegt weltweit bei etwa 8%.
Die Begriffe Posttraumatische Belastungsstörung, Posttraumatisches Belastungssyndrom, Posttraumatisches Stresssyndrom oder das englische Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) werden gleichbedeutend verwendet. Die psychische Erkrankung wird gemäß der internationalen Klassifikation ICD-10 den Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen zugeordnet.
Am Beispiel einer Migräne - eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen: Die Migräne ist ein anfallsartiger Kopfschmerz, der in unregelmäßigen Abständen wiederkehrt. Manche Menschen haben nur ein- oder zweimal im Jahr eine Migräne. Andere leiden mehrmals im Monat oder gar fast täglich unter Migräne. Der Kopfschmerz ist pulsierend, pochend oder stechend. Er tritt häufig einseitig an einer Kopfhälfte auf, kann sich jedoch auf die andere Kopfseite ausdehnen. Die Migräneattacken dauern wenige Stunden bis zu drei Tage. Bei Kindern und Älteren sind die Attacken häufig kürzer. Der Schmerz wird meist begleitet von vegetativen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Lärm- und Lichtscheu und Überempfindlichkeit gegenüber Lärm und Gerüchen. Jede körperliche Bewegung verschlimmert den Schmerz. Viele Patienten müssen wegen der quälenden Kopfschmerzen ihren normalen Tagesablauf unterbrechen und das Bett aufsuchen.
Eine Sonderform der Migräne ist die so genannte klassische Migräne oder auch Migräne mit Aura. Hier kommt es bei 10 bis 15% der Patienten vor den Kopfschmerzen zu Sehstörungen oder anderen Anzeichen. Diese werden als „Aura” bezeichnet und dauern etwa 15 bis 30 Minuten an.
Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa 12 bis 14% aller Frauen und 6 bis 8% aller Männer in Deutschland leiden unter Migräne. Bei Klein- und Schulkindern bis zur Pubertät sind 4 bis 5% betroffen. Ihre erste Migräneattacke erleiden die meisten Frauen bereits zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr und Männer im Alter von 16 bis 20 Jahren. Die Migräne erreicht bezüglich Häufigkeit und Schwere der Attacken ihren Höhepunkt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr und klingt ab dem 55. Lebensjahr langsam aus.
Quelle: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/migraene/
Eine Zwangserkrankung ist eine psychische Störung, deren wesentliche Kennzeichen wiederkehrende unerwünschte Gedanken (Obsessionen) und zwanghafte Handlungen sind, die den Betroffenen immer wieder stereotyp beschäftigen. Zwanghafte Vorstellungen oder Handlungen kennen die meisten Menschen von sich selbst, z.B. das Prüfen ob die Tür wirklich geschlossen ist, obwohl man eigentlich weiß, dass man sie gerade erst abgeschlossen hat. Von einer Zwangserkrankung oder Zwangsstörung spricht man erst, wenn sich derartige Verhaltensweisen andauernd wiederholen und ein solches Ausmaß annehmen, dass der Betroffene daran leidet und/oder der Alltag beeinträchtigt ist.
Zu dieser Krankheit gehören in der Regel Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Vorstellungen, Gedanken oder Impulse, die der Betroffene als unsinnig oder übertrieben erkennt, die also nicht seine eigene Meinung wiedergeben, die sich ihm aber dennoch immer wieder aufdrängen. Sie lösen unangenehme Gefühle wie Ängste, Unbehagen oder Ekel aus. Zwangshandlungen sind sich wiederholende Verhaltensweisen, die oft immer gleich ablaufen müssen und zu denen sich der Betroffene gedrängt fühlt, obwohl er sie als übertrieben oder sinnlos erkennt. Zwangshandlungen haben oft zum Ziel, Ängste, Unbehagen oder Ekel zu verringern, welche durch Zwangsgedanken ausgelöst worden sind.
Den Patienten ist die Unsinnigkeit ihres Verhaltens meistens bewusst, wobei diese Gewissheit je nach Person unterschiedlich ausgeprägt sein und je nach Situation wechseln kann. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten und bei Kindern besteht wenig oder sogar keine Einsicht, dass ihr Verhalten übertrieben und unbegründet ist.
Nach jahrelanger Erkrankung sind die Zwänge manchmal so stark Teil des Lebens geworden, dass das Gefühl für die Sinnlosigkeit verloren gehen kann. Die Betroffenen leiden an den Zwängen und an deren Folgen und schämen sich nicht selten für die Zwänge. Es besteht daher eine Verheimlichungstendenz, weswegen auch die Bezeichnung „die heimliche Krankheit“ gebräuchlich ist.
Von der Zwangserkrankung sind 2 bis 3% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens betroffen. Damit handelt es sich um die vierthäufigste psychische Störung. Erste Symptome treten oft schon in der Kindheit oder Jugend auf. Es gibt Hinweise auf eine Häufung des Erkrankungseintritts im Alter von 12-14 Jahren und im Alter von 20-22 Jahren. Bei 85% aller Betroffenen beginnt die Zwangserkrankung vor dem 30. Lebensjahr, der Beginn bei Männern liegt im Schnitt 5 Jahre früher als bei Frauen. Im Kindesalter sind Jungen wahrscheinlich etwas häufiger betroffen als Mädchen (3:2), ab dem Jugendalter leiden Männer und Frauen etwa gleich häufig an Zwangserkrankungen. Die Zwangserkrankung wird von der zwanghaften Persönlichkeitsstörung abgegrenzt, wobei 8-29% der Patienten mit Zwangserkrankungen auch eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung aufweisen.
Am Beispiel einer Bulimia nervosa: Die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) ist eine Essstörung mit wiederholten anfallartigen Heißhungerattacken, bei denen in kurzer Zeit große Mengen meist besonders fett- und zuckerreicher Lebensmittel zugeführt werden. Anschließend versuchen die Patienten sich der aufgenommenen Nahrung durch spezielle, der Gewichtszunahme entgegensteuernde Maßnahmen wieder zu entledigen – am häufigsten durch selbst ausgelöstes Erbrechen. Auch Fasten, exzessive körperliche Betätigung und der Missbrauch von Abführmitteln, Diuretika (Arzneimittel zur Ausschwemmung von Wasser) und anderen Medikamenten (z.B. Schilddrüsenhormonen) können als Gegenmaßnahmen zur Gewichtszunahme ergriffen werden. In der Regel versuchen Betroffene ihre Essattacken und das anschließende, provozierte Erbrechen zu verheimlichen.
Eine gestörte Wahrnehmung und eine überwertige Beschäftigung mit der eigenen Figur und des Gewichts ist - wie bei der Magersucht (Anorexia nervosa) - auch bei Bulimie ein wesentliches Merkmal. Betroffene empfinden sich häufig als zu dick, obwohl sie in der Regel normalgewichtig sind. Fast immer geht einer Bulimie eine Diät voraus.
Die Bulimia nervosa ist eine ernsthafte psychische Störung und wird in vielen Fällen von zum Teil schwerwiegenden anderen psychischen Störungen - wie z. B. Angststörungen, affektiven Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Belastungsstörungen, Sucht oder ADHS - begleitet. Sie entwickelt sich oft als Folgeerkrankung einer Magersucht (Anorexia nervosa).
Essstörungen treten vornehmlich bei jüngeren Frauen auf, wobei die Häufigkeit der Bulimie bei weiblichen Jugendlichen und jungen Frauen im Alter von 15-25 Jahren auf zwei Prozent geschätzt wird – also doppelt so häufig wie das Auftreten von Magersucht in derselben Altersgruppe. Die Bulimia nervosa tritt meist in der fortgeschrittenen Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter erstmals auf (mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen 16-19 Jahren), während die Anorexia nervosa am häufigsten in der frühen bis späten Adoleszenz (mit einem Häufigkeitsgipfel bei 14 Jahren) zu beobachten ist. Die Ermittlung der tatsächlichen Häufigkeiten von Bulimie-Patienten wird durch eine vermutlich hohe Dunkelziffer erschwert, die auf die häufige Verheimlichung der Erkrankung und das oft unauffällige Normalgewicht der Betroffenen zurückzuführen ist.
Bulimische Ess-Störungen im Kindesalter (< 14 Jahren) sind sehr selten. Wenn sie dennoch bei 12- bis 13 Jährigen auftreten, sind sie vom Krankheitsbild her mit der adoleszenten Form vergleichbar. Fälle, die bereits vor der ersten Monatsblutung (Menarche) eintreten, wurden nur ganz vereinzelt beschrieben (betrifft etwa 1 Prozent aller an Bulimie Erkrankten).
Das Verhältnis von Mädchen und Jungen, die eine Essstörung haben, liegt bei 12:1. Unter den Jugendlichen in westlichen Ländern sind etwa 1-2 Prozent der Mädchen von Bulimie betroffen, gegenüber nur 0,2 bis 0,3 Prozent der Jungen. Essstörungssyndrome, die nicht alle Kriterien für eine eindeutige Zuordnung erfüllen - so genannte partielle Essstörungen - sind allerdings häufiger und bei 10-15 Prozent der weiblichen Jugendlichen zu beobachten. Besonders große Häufigkeiten findet man in bestimmten Risikogruppen wie Hochleistungssportlern und Models. Die Prävalenzrate der Anorexie und Bulimie scheint sich in den letzten 15 Jahren nicht wesentlich verändert zu haben. Lediglich bei der kindlichen Anorexia nervosa ist ein Anstieg zu verzeichnen. Da das Krankheitsbild der Bulimia nervosa erst 1980 erstmals klassifiziert worden ist, blickt man hier auf einen deutlich kürzeren Zeitraum als bei der Anorexia nervosa.
Am Beispiel des „Fatigue Syndroms“: Die Erkrankung Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS) ist eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung. Typischerweise leiden ME/CFS Betroffene unter einer extrem beeinträchtigten Leistungsfähigkeit, die von schwerer körperlicher wie geistiger Fatigue begleitet wird und mindestens 6 Monate andauert. Die Krankheit führt je nach Schweregrad zu einer weitreichenden Behinderung, sowie Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit.
Ursachen und Entstehungsmechanismen von ME/CFS sind weiterhin nicht ausreichend geklärt. Jedoch gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass der Krankheit eine Fehlregulation des Immunsystems und des autonomen Nervensystems zugrunde liegen könnte. Erschwerend kommt hinzu, dass ME/CFS oftmals mit einer Reihe weiterer unspezifischer Multisystemerkrankungen, wie dem Mastzellaktivierungssyndrom oder der Small Fiber Neuropathie, einhergehen, die ebenfalls nur schwer zu diagnostizieren sind. Daher ist auch noch unklar, in wie weit es abgrenzbare Untergruppen im Krankheitsbild ME/CFS gibt.
Therapien und Behandlung
Bislang gibt es keine allgemein verfügbare Therapie, die die Ursachen von ME/CFS bekämpft. Betroffene müssen daher meist eine individuell angepasste Therapie zur Linderung der Symptome finden. Da diese Therapien aber sehr auf die Personen zugeschnitten sind und es oft Jahre dauert, bis es zu einer gezielten Therapie kommt, geht die Suche nach einer Behandlung mit einer erheblichen physischen, psychischen und finanziellen Belastung für die PatientInnen einher.
Schlafstörungen (Insomnie) äußern sich entweder in dem Gefühl, schlecht ein- oder durchzuschlafen, oder aber in dem Gefühl, tagsüber vermehrt müde zu sein, wobei natürlich beide Beschwerdekomplexe gleichzeitig auftreten können. Kurzfristige Schlafstörungen für wenige Tage treten bei nahezu allen Menschen in bestimmten belastenden Situationen oder während körperlicher Erkrankungen auf und sind harmlos. Schlafstörungen allerdings, die länger als 3 bis 4 Wochen andauern, erfordern eine ausführliche Klärung der Ursachen, die sowohl im Bereich der seelischen als auch im Bereich der körperlichen Gesundheit liegen können. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen überhaupt und betreffen mindestens 10% der Bevölkerung.
Der Mensch schläft 7 bis 8 Stunden pro Nacht, wobei das Schlafbedürfnis individuell sehr unterschiedlich sein kann, so dass manche Menschen durchaus ihr ganzes Erwachsenenleben lang mit 6 Stunden Schlaf auskommen, während andere bis zu 9, ja bis zu 10 Stunden Schlaf brauchen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Gesamtschlafdauer über den ganzen Tag gesehen etwas ab, aber nicht deutlich. Ältere Menschen wachen einerseits in der Nacht häufiger auf und halten andererseits häufiger „Nickerchen“ am Tage.
Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf tragen ganz wesentlich zur Gesundheit bei, Schlafstörungen beeinträchtigen die seelische Stabilität und können sogar zu psychiatrischen Erkrankungen wie zu Depressionen führen. Darüber hinaus können Schlafstörungen auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen, sie schwächen das Immunsystem und gehören zu den möglichen Ursachen der Zuckerkrankheit.
Am Beispiel einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bzw. ADHS: Das Zappelphilipp-Syndrom – medizinisch als Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung - bezeichnet – ist eine ernst zu nehmende folgenschwere Störung. Bereits 1845 beschrieb der Frankfurter Nervenarzt Dr. Heinrich Hoffmann Anzeichen einer ADHS in seinem weltbekannten Kinderbuch „Struwwelpeter“. Es handelt sich entsprechend keineswegs um eine „Modekrankheit“. Man vermutet heute, dass Hauptursachen für ADHS in Veränderungen der Funktionsweise des Gehirns zu suchen sind. Dabei handelt es sich um sehr komplexe Veränderungen, die im Zusammenspiel mit psychosozialen Faktoren zu hyperkinetischem Verhalten führen. ADHS-Symptome lassen sich in drei Kernbereiche einteilen: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen, Impulsive Verhaltensweisen und Ausgeprägte Unruhe.
Probleme in einem/oder allen Bereichen können auch im normalen Entwicklungsverlauf auftreten. Kinder und Jugendliche mit ADHS unterscheiden sich von „gesunden“ Gleichaltrigen hinsichtlich des Ausmaßes und der Stärke der Probleme. Aufgrund der ADHS-Symptome kommt es bei vielen Betroffenen zu deutlichen Schwierigkeiten in wichtigen Lebensbereichen wie Familie und Schule und im Umgang mit Gleichaltrigen. Häufig ziehen die Probleme Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen nach sich.
Während in der Corona-Pandemie bisher die Behandlung akuter COVID-Fälle im Brennpunkt stand, wird zunehmend auch die Versorgung von Patienten mit Long-COVID erforderlich, die das Gesundheitssystem selbst nach Eindämmung der Pandemie noch belasten dürfte. Long-COVID bezeichnet langanhaltende Krankheitssymptome nach einer überstandenen COVID-19-Infektion, die über einzelne Wochen bis hin zu mehreren Monaten fortbestehen können. Typische Anzeichen für Long-COVID sind Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue), Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Riechstörungen. Aber auch neuropsychiatrische Auswirkungen sind häufig und sollten nicht vernachlässigt werden - wie z.B. Angststörungen, depressive Erkrankungen, Schlafstörungen und Symptome eines posttraumatischen Belastungssyndroms (PTBS). Nicht selten treten bei Long-COVID aber auch unspezifische neuropsychiatrische Symptome wie Schwindel und ‚Nebel im Kopf‘ auf.
Akute psychiatrische Notfälle / akute Suizidalität, Psychosen als Erstdiagnose, Suchterkrankungen als Erstdiagnose, Menschen mit fremdaggressivem Verhalten und / oder schwer selbstverletzendem Verhalten, Demenzerkrankungen, Menschen mit starker Lernbeeinträchtigung
Wenn Sie weiterhin das tun, was Sie bisher getan haben, werden Sie weiterhin das bekommen, was Sie bisher bekommen haben.
Ein Team ist mehr als die Summe der einzelnen Mitglieder.
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